Werden Schweineherzen in Menschen verpflanzt?

Mensch u. Gesundheit Kommentar schreiben »
WISSEN DER ZUKUNFT berichtet über das Wunderwelt Wissen.

Foto: Schrollum / Auslage im KDW Berlin
Sicher wird man auch im Zukunft verpflanzbare Schweineherzen nicht im Laden kaufen können. Foto: Schrollum

(DailyNet) Nach herben Rückschlägen kommt die Forschung an der Verpflanzung von Schweineorganen in Menschen jetzt wieder in Schwung. Das berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner Ausgabe 07/07. So hat in Russland gerade die erste klinische Studie begonnen, bei der Diabetes-Patienten Inselzellen von Schweinen injiziert bekommen. Diese sollen dafür sorgen, dass die Diabetes-Kranken ohne Insulin-Zufuhr von außen oder zumindest mit einer niedrigeren Dosis auskommen. Für die Behandlung werden die Schweine-Zellen in einem speziellen Gel verkapselt, das zwar Insulin und Nährstoffe durchlässt, nicht aber die Antikörper, Fresszellen und weißen Blutkörperchen der menschlichen Immunabwehr. Ohne diese Verkapselung würden die Schweinezellen sofort eine heftige Abstoßungsreaktion auslösen.

Die mögliche Diabetes-Therapie stammt vom neuseeländischen Unternehmen Living Cell Technologies, das sich schon seit 18 Jahren mit diesen sogenannten Xenotransplantationen beschäftigt. Der Rest der Branche hatte nach einem kleinen Boom Ende der 1980er Jahre aufgegeben. Ein wichtiger Grund dafür war die Entdeckung von Retroviren im Erbgut von Schweinen, die dem HI-Virus ähneln und im Reagenzglas auch menschliche Zellen infizierten.

Mittlerweile aber gelten die Schweine-Retroviren “nicht mehr als unlösbares Problem”, sagt der Inselzellen-Spezialist Bernhard Hering von der University of Minnesota. So ließen sich die Viren mittlerweile sicher diagnostizieren und die Übertragungswahrscheinlichkeit drastisch senken.

Wie andere Forscher setzt Hering darauf, Schweinezellen nicht zu verkapseln, sondern gentechnisch so zu verändern, dass das menschliche Immunsystem sie besser toleriert. Dabei arbeitet er mit dem deutschen Klon-Experten Eckhard Wolf zusammen, der derzeit bei München einen hochmodernen Stall für Schweine für die Xenotransplantation bauen lässt. An der Mayo Clinic in den USA entsteht unterdessen für 17 Millionen Dollar ein weiterer Hightech-Stall. Dort sollen in Zukunft sogar ganze Schweineherzen in Menschen verpflanzt werden.

Webnews Mister Wong Germany

Flugauto PAL-V: wird jetzt ein Menschheitstraum wahr?

Technik Kommentar schreiben »
WISSEN DER ZUKUNFT berichtet :

Flugauto PAL-V auf dem Titelbild der Technology Review

(DailyNet) Nach vielen Misserfolgen kommt der Traum von flugfähigen Autos seiner Realisierung näher: Der Entwickler eines der aussichtsreichen Projekte erwartet in Kürze Finanzierungszusagen, berichtet das Technologiemagazin Technology Review in seiner Ausgabe 10/07.

Die Sehnsucht nach Flugautos ist fast so alt wie die Fliegerei selbst: Das wahrscheinlich erste baute ein Zeitgenosse der Gebrüder Wright schon im Jahr 1917, seitdem hat es mindestens 74 weitere Projekte in dieser Richtung gegeben. In der Szene erzählt man sich, dass selbst BMW und Volkswagen bis vor wenigen Jahren aktiv an Flugautos gearbeitet haben.

Aus den Niederlanden kommt jetzt ein Projekt, dem Beobachter besonders gute Chancen zusprechen: Das “PAL-V” des Ingenieurs John Bakker ist ein sogenannter Tragschrauber, der von einem Heckrotor angetrieben und von einem im Flugwind drehenden Hauptrotor in der Luft gehalten wird. Das Dreirad hat eine für den Flugbetrieb günstige schmale Front, Stabilitätsprobleme auf der Straße werden durch eine spezielle Neigetechnik vermieden. Im Gespräch mit Technology Review kündigte Bakker den Einstieg privater Investoren noch für diesen Herbst an. Auch eine bei der EU beantragte Förderung von drei Millionen Euro wird nach seinen Worten bald zugesagt. Das Pal-V soll vom Jahr 2011 ab für zunächst um 100.000 Euro zu kaufen sein.

In dem EU-Projekt soll zunächst ein Prototyp für das PAL-V entstehen. Daneben soll ein Betriebskonzept entwickelt werden, das ungeübte Piloten unterstützt. So könnten Computersysteme Informationen aus Datenbanken und von anderen Flugzeugen ins Cockpit einspielen, was den Begriff des “Sichtfluges” erweitern würde. Eine Pilotenlizenz für diese Art des Fliegens ist relativ leicht zu erwerben, und es stehen deutlich mehr Flugplätze dafür zur Verfügung als für den schwierigeren Instrumentenflug.

Webnews Mister Wong Germany

Seite: Zurück 1 2



Anzeigen

Internetrecht zur Werbung auf privaten Internetseiten

WP Theme & Icons by N.Design Studio
Beiträge abonnieren(RSS) Kommentare abonnieren (RSS) Anmelden